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VHS

Kelek & Kurzfilme
Retrospektive Werner Nekes

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Kurzfilme Kelek
Preis:29.00Euro
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"Kelek", "Start", "Muhkuh", "put-putt" und "gurtrug Nr. 1" erschienen in der Reihe "Retrospektive Werner Nekes" zusammen auf einer VHS.


Kelek
1968, 16 mm, schwarz-weiß, 60 Min., stumm.

Eine lange Einstellung von einem Kellerfenster auf die Straße. Langsames Auf- und Abblenden auf die Brüderstraße in Hamburg (wo Nekes wohnt). Eine Einstellung vom Bauch eines Mädchens aus auf ihre Beine und ihr Kleid. Dann Vagina und Penis, wie sie sich ergänzen. Der 60-Minuten-Film ist stumm. Die Leinwand wird, wie bei früheren Nekes-Filmen, zur Leinwand des Malers. Man schaut nicht in einen imaginären Raum, man sieht eine Fläche, die gegliedert, aufgeteilt und bei jedem Schnitt durch eine neue Leinwand ersetzt wird. Vor allem ein Eindruck: strenge, kühle Berechnung. Das steht da wie ein Block. Unverrückbar. Das ist so sehr Bild, daß es sich der sprachlich adäquaten Formulierung entzieht. Man muß das sehen." (Werner Kließ, Die Zeit, 28.3.1969)

"Kelek ist der erste Nekesfilm mit einer Geschichte. Der Geschichte eines Bewußtseins. Dieses Bewußtsein hat es mit nichts Anderem zu tun als mit Sehen. Das Sehen ist der Gegenstand des Films. (...)"

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Start
1966, 16mm, Farbe, 10 Min.

Ein Rechteck grünes Gras wird mit einem Netz von Bewegungen überzogen. Materialien: bewegte Kamera, fixierte Kamera, Destruktion der Emulsion und Toncollage.

"Start" besteht aus zwei Teilen. Im ersten sieht man den Regisseur auf einer Waldlichtung im Kreise gehen, wobei die im Mittelpunkt fixierte Kamera ihm gleichmäßig folgt. Im zweiten Teil nimmt die Kamera ihn auf, wie er in wechselndem Rhythmus, hüpfend, laufend, springend, in verschiedener Choreographie - diagonal, in Schlangenlinien - sich im Bild bewegt. Dieser Teil wird mehrmals unterbrochen von eingeschnittenen Aufnahmen in verschiedenen Filmtechniken wie Zeitlupe und Zeitraffer. In . . . ("Fehlstart" und "Start") . . . interessieren die Personen nur als Objekte, als Farbmaterial, die die Farbwerte des Hintergrundes durch ihre Bewegung ändern. Die Filmleinwand ist gleichsam die Leinwand eines Bildes, auf das immer wieder verschiedene Schichten aufgetragen werden. Die einzelnen Schichten, die sich in einem Bild aufeinander legen, erlebt man in den Filmen hintereinander in zeitlicher Abfolge. Die Geschichte der Filme ist gewissermaßen die Genese eines Bildes, das erst hinterher im Kopf des Zuschauers entstand . . ." (Alja Naliwaiko, Filmstudio, 1966)

Muhkuh
1968, 16 mm, schwarz-weiß, 14 Min. (bei einer Projektion von 16 Bildern/Sekunde), stumm.

Dieser Film für "orale Kulturkreise" zeigt in einer Einstellung Kühe auf einer norddeutschen Weide, die sich in Unterbrechungen auf die Kamera-Arbeit zu konzentrieren versuchen - " . . . so lange... bis zwei im Hintergrund vorbeigleitende Autos als Aktionshöhepunkt dankbaren Applaus erhalten . . ."
(Peter Steinhart, Rheinische Post, 19.12.1968)


put-putt
1967, 16 mm, Farbe, 10 Min.
Der Film ist ein poetischer Versuch über das Leben und den Tod. Ein braunes Huhn wurde zum Bewegungsträger gewählt. Der Ton ist eine Musikcollage aus etwa 200 Anfängen und Enden verschiedener Musikstücke.

Die Aktionsentwicklungen des Huhns "Fressen und Sterben" sind, wie der Titel ("put" steht für den Lockruf, "putt" steht für "kaputt") verdeutlicht, in Lichtbogen beschrieben, die der Exposition von "BOGEN" entsprechen:

Schwarzes Bild aus Körnern, Huhn pickt, von unten durch Glasscheibe gesehen. (Angeregt zu diesem Blickwinkel wurde Werner Nekes durch eine Kameraeinstellung in dem Film "Entr'acte" von René Clair, Frankreich 1924: eine tanzende Ballettänzerin wird von unten aufgenommen. Wenn die Kamera nach oben schwenkt, so wird daraus ein bärtiger Mann). Bild frei - Bild wird wieder durch Streuen von Körnern bedeckt, schwarz. Weiße Leinwand - Schnee - verblutendes Huhn ohne Kopf färbt Schnee rot - neuer Schnee bedeckt das Blut und das Huhn.


gurtrug Nr. 1
1967, 16 mm, Farbe, 12 Min.

26 Personen und zwei Pferde bewegen sich auf der Grasfläche = Leinwandfläche und drücken dabei sich selbst aus. Wiederholt wird dieses Bild durch eine scheinbare Störung unterbrochen, die der Betrachter zu gerne enträtseln möchte.

"Gurtrug Nr. 1" und "Gurtrug Nr. 2" sind außerordentlich. Im ersteren sieht man Menschen in extrem langen Einstellungen sich auf einem Gelände bewegen; ihr seltsames Fortschreiten in einem Umkreis erscheint niemals rein zufällig, läßt aber trotzdem keine Ordnung erkennen. Der Schnitt wiederum scheint einem Rhythmus zu gehorchen, der sich dem Zuschauer entzieht, das Element des Zweifels neu betont." (David Curtis, Experimental Cinema, Universe Books, New York 1971)
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