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VON DER CAMERA OBSCURA ZUM FILM

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Von der Camera Obscura zum Film
Preis:5.00Euro
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Hrsg. Werner Nekes

Werner Nekes 2002
45 Seiten, 87 farbige Abbildungen
ISBN 3-88799-041-2

"Von der Camera Obscura zum Film"

Lange vor der Erfindung des Films hatten die Bilder laufen gelernt. Weitsichtige Erfinder nutzten die wachsenden wissenschaftlichen Einsichten in die Wirkungen des Lichts oder die Gesetze des Raums, um den Traum vom bewegten, sich überraschend verändernden Bild zu verwirklichen, zur belehrenden Darstellung oder zum verspielten Amusement. Seit 25 Jahren sammelt der Filmmacher Werner Nekes Fundstücke aus der von der gängigen Filmgeschichtsschreibung weitgehend unbeachteten Vorgeschichte des Kinos. In dieser Ausstellung stellt er wesentliche Objekte aus seiner einzigartigen Sammlung vor und demonstriert ihre noch immer faszinierende Funktion mit Hilfe der Originalexponate und mit Hilfe seines Films "Was geschah wirklich zwischen den Bildern?" in der Scopitone, einem Gerät, das zu den wichtigen Exponaten der Filmgeschichte gerechnet werden muß.

Indem die Dinge im Film für sich selber sprechen dürfen, kann der Betrachter seine eigenen Erfahrungen machen. Er kann die Vorgeschichte des Films in Bewegung und Raumdarstellung erleben.Von der Camera Obscura über anamorphotische und stereoskopische Effekte bis zur Holographie zeigt Nekes die Entwicklung der Raumdarstellung. Die Darstellung der Zeit führt er über Thaumatrop, Zoetrop, Praxinoskop, Mutoskop bis zu Chronophotographien von Marey, Serienphotographien von Muybridge und bis zu den ersten Filmen vor. So wird deutlich, wie das Phänomen der Trägheit der Wahrnehmung für die Illusion der Bewegung auf raffinierteste Weise genutzt wird. Diese Präsentation wird ergänzt durch die frühesten Beispiele der Filmkunst, wie Filme von Skladanowsky, Seeber u.a., in der ersten Scopitone.In einer zweiten Scopitone werden, um eine Vorstellung von der originalen Nutzung dieses Filmautomaten zu geben, historische Musikfilme als Vorläufer der Musikvideoclip-Kultur sowie Musikausschnitte aus dem Film Uliisses und Auftritte von Helge Schneider aus der Musikgroteske Johnny Flash vorgeführt.Werner Nekes' Ausstellung wird zur ebenso faszinierenden wie informativen Entdeckungsreise in das Zauberreich der bewegten Bilder in der vorfilmischen Zeit. Und indem Nekes mit seinem Film "Was geschah wirklich zwischen den Bildern?" in der Scopitone demonstriert, wie einfallsreich schon damals "mit dem Licht geschrieben" wurde und wie die Möglichkeiten der Filmsprache in ihrer Vielfalt schon vorweggenommen wurden, öffnet er auch die Augen für den Bildzauber von heute.

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